NFC und Google-Bewertungen: So funktionieren Aufsteller und Bewertungskarten
Du willst mehr Google-Bewertungen und überlegst, ob eine NFC-Karte oder ein NFC-Aufsteller dabei hilft? Ja, wenn du es richtig machst. Im Chip steckt der Link zu deinem Bewertungsformular bei Google. Hält ein Gast sein Handy daran, öffnet sich das Formular. Das klappt aber nicht mit jedem Handy. Deshalb gehört immer ein QR-Code daneben.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Chip speichert nur einen Link zu deinem Bewertungsformular. Er braucht keinen Strom und dein Gast keine App.
- iPhones ab dem XS lesen den Chip von allein und zeigen eine Meldung zum Antippen. Android-Handys lesen ihn, wenn sie entsperrt sind und NFC eingeschaltet ist.
- Der QR-Code bleibt der Hauptweg. Ihn liest jede Handy-Kamera, NFC kommt dazu.
- Ein Aufsteller fragt still für dich. Eine Karte passt, wenn du jeden Kunden persönlich verabschiedest.
- Belohnungen für Bewertungen verbietet Google, auch einen Gratis-Kaffee oder einen Extra-Stempel.
Wie funktioniert NFC bei Google-Bewertungen?
NFC steht für Near Field Communication, auf Deutsch Nahfeld-Kommunikation. Ein kleiner Chip speichert einen Link. Das Handy liest ihn aus, wenn es den Chip fast berührt. Für Google-Bewertungen ist das der Link zu deinem Bewertungsformular. Der Chip steckt in einer Karte, einem Aufkleber oder einem Aufsteller. Eine Batterie hat er nicht: Die Energie für den kurzen Moment kommt vom Handy.
So sieht das für deinen Gast aus:
- Er hält sein Handy an die Stelle, an der der Chip sitzt.
- Auf dem Bildschirm erscheint eine Meldung oder gleich der Link. Er tippt darauf.
- Das Bewertungsformular deines Betriebs bei Google öffnet sich.
- Er vergibt Sterne, schreibt ein paar Sätze und schickt die Bewertung ab.
Eine Hürde nimmt dir der Chip nicht ab: Wer bei Google bewerten will, muss in einem Google-Konto angemeldet sein. Der Chip spart deinem Gast nur das Suchen nach deinem Profil.
Welche Handys lesen NFC ohne App?
Alle iPhones ab dem iPhone XS lesen NFC-Chips ohne App, solange der Bildschirm an ist. Dann erscheint eine Meldung, die dein Gast antippt. Bei Android hängt es vom Gerät ab: Die meisten Handys haben NFC. Sie lesen Chips aber nur, wenn das Handy entsperrt und NFC in den Einstellungen eingeschaltet ist.
| Handy | Liest den Chip? | Was dein Gast sieht |
|---|---|---|
| iPhone XS und neuer | Ja, ohne App, wenn der Bildschirm an ist | Eine Meldung. Ist das iPhone gesperrt, fragt es erst nach dem Entsperren. |
| Ältere iPhones | Nicht von allein | Nichts. Für diese Gäste ist der QR-Code da. |
| Android mit NFC | Ja, wenn entsperrt und NFC an ist | Der Link öffnet sich direkt. Ab Android 17 erscheint erst eine Meldung zum Antippen. |
| Ohne NFC oder NFC aus | Nein | Nichts. Nur der QR-Code hilft. |
Eine Ausnahme kennen wenige: Ist am iPhone gerade die Kamera offen, liest es keine NFC-Chips. Dasselbe gilt im Flugmodus und solange Apple Pay läuft. Wer die Kamera schon auf deinen Aufsteller hält, scannt also einfach den QR-Code. Auch deshalb gehören beide Wege auf dasselbe Schild.
NFC-Karte, Aufsteller oder Sticker: Was passt zu deinem Laden?
Kurz gesagt: Ein Aufsteller für Orte, an denen Gäste warten oder bezahlen. Eine Karte, wenn du Kunden persönlich ansprichst. Ein Sticker ist die kleine Lösung für Kasse oder Tür.
| Bewertungskarte | Aufsteller | Sticker | |
|---|---|---|---|
| Wo | in deiner Hand, an der Kasse | auf Tisch, Theke oder Empfang | an Kasse, Tür oder Kartenleser |
| Wie er fragt | du reichst sie hin und bittest | still, er steht immer da | still, aber klein |
| Passt zu | Friseur, Kosmetik, Werkstatt | Café, Restaurant, Praxis, Laden | als Ergänzung |
| Schwäche | du musst daran denken, sie geht leicht verloren | braucht etwas Platz | wird leicht übersehen |
| QR-Code | oft nur klein auf der Rückseite | groß und gut sichtbar | klein |
Unsere Empfehlung: Stell einen Aufsteller dorthin, wo Gäste ohnehin ein paar Sekunden stehen oder sitzen. An der Kasse beim Warten auf den Bon, am Empfang, auf dem Tisch nach dem Essen. Dort hat dein Gast Zeit für den Scan. Eine Karte lohnt sich zusätzlich, wenn du jeden Kunden selbst verabschiedest. Dann sagst du einen Satz („Wenn es dir gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung“) und hältst die Karte hin.
Wie kommt der Link zu deinen Google-Bewertungen auf den Chip?
Zuerst brauchst du den Link zu deinem Bewertungsformular. Google erstellt ihn dir im Unternehmensprofil unter „Mehr Rezensionen erhalten“. Den passenden QR-Code gibt es dort laut Google-Hilfe nur am Computer.
- Öffne am Computer dein Unternehmensprofil über business.google.com.
- Wähle „Rezensionen lesen“ und dann „Mehr Rezensionen erhalten“.
- Kopiere den Link mit dem Symbol „Kopieren“. Den QR-Code speicherst du mit einem Rechtsklick als Bild.
Den Chip selbst beschreiben
Leere NFC-Chips (NFC-Tags) beschreibst du mit einer kostenlosen NFC-App am Handy: Link einfügen, Handy an den Chip halten, fertig. Wer „NFC-Tag programmieren“ sucht, meint genau das.
Daraus folgt der wichtigste Tipp: Schreib nicht den Google-Link direkt auf den Chip, sondern einen Link, dessen Ziel du selbst ändern kannst. Man nennt das einen dynamischen Link. Willst du deine Gäste später woanders hinschicken, etwa zur Speisekarte, änderst du nur das Ziel. Chip und QR-Code bleiben, wie sie sind.
Brauche ich zusätzlich einen QR-Code?
Ja. NFC ist eine Zugabe, der QR-Code ist der Hauptweg. Jedes Handy mit Kamera liest einen QR-Code, ohne App und ohne Einstellungen. Von NFC weiß dagegen nicht jeder Gast, dass er sein Handy an deinen Aufsteller halten kann. Manche haben NFC ausgeschaltet oder ein Handy ohne Chip.
Damit beides klappt, gehören drei Dinge auf Karte oder Aufsteller:
- Ein kurzer Satz, was der Gast tun soll, zum Beispiel „Handy hier antippen oder Code scannen“. Ohne Hinweis weiß niemand, dass da ein Chip steckt.
- Ein QR-Code mit gutem Kontrast: schwarz auf weiß, groß genug und mit etwas freiem Rand.
- Derselbe Link in Chip und QR-Code. Sonst landet ein Gast je nach Weg an einer anderen Stelle.

Was ist erlaubt, wenn du um Google-Bewertungen bittest?
Bitten darfst du, belohnen nicht. Google verbietet Anreize für Bewertungen, etwa Geld, Rabatte, kostenlose Produkte oder Dienstleistungen. Das gilt auch für Kleinigkeiten wie einen Gratis-Kaffee oder einen Extra-Stempel. Solche Bewertungen entfernt Google als „gefälschte Interaktionen“.
Ebenfalls verboten: gezielt nur zufriedene Gäste um eine Bewertung zu bitten oder negative Bewertungen zu verhindern. Wer erst fragt „Warst du zufrieden?“ und nur bei einem Ja den Link zeigt, verstößt gegen die Richtlinien. Ein Aufsteller zeigt jedem Gast denselben Link. So erlaubt es Google ausdrücklich.
Was das deutsche Recht zu gekauften Bewertungen sagt, steht im Ratgeber Google-Bewertungen kaufen. Wie du den Link findest und einen QR-Code daraus machst, zeigt der Ratgeber QR-Code für Google-Bewertungen.
Häufige Fragen
Brauchen meine Gäste eine App für NFC?
Nein. iPhones ab dem XS und Android-Handys mit eingeschaltetem NFC lesen den Chip ohne App. Beim iPhone muss der Bildschirm an sein, ein Android-Handy muss entsperrt sein. Dann öffnet sich das Bewertungsformular.
Braucht ein NFC-Chip Strom?
Nein. Der Chip hat keine Batterie. Die Energie für das kurze Auslesen kommt vom Handy, das ihn liest. Laden oder wechseln musst du nichts.
Kann jemand meinen NFC-Chip umprogrammieren?
Ja, solange der Chip nicht gesperrt ist. Dann kann jeder mit einer App einen anderen Link daraufschreiben. Sperre ihn nach dem Beschreiben. Damit du das Ziel trotzdem ändern kannst, schreib einen Link darauf, dessen Ziel du selbst bestimmst.
Darf ich für eine Google-Bewertung einen Rabatt geben?
Nein. Google verbietet Anreize für Bewertungen, also Geld, Rabatte oder Gratis-Produkte. Das gilt auch für einen Kaffee oder einen Stempel auf der Stempelkarte. Bitte einfach alle Gäste freundlich um eine Bewertung.
Wo finde ich den Link zu meinen Google-Bewertungen?
In deinem Google-Unternehmensprofil. Öffne es am Computer, wähle „Rezensionen lesen“ und dann „Mehr Rezensionen erhalten“. Dort kopierst du den Link oder speicherst den QR-Code als Bild.
Warum öffnet sich bei manchen Gästen nichts?
Meist ist NFC ausgeschaltet, das Handy gesperrt oder es hat keinen NFC-Chip. Ein iPhone liest außerdem keinen Chip, solange die Kamera offen ist. Deshalb gehört immer ein QR-Code daneben.
Quellen
- Apple Developer: Adding Support for Background Tag Reading, abgerufen am
- Android Developers: NFC basics, abgerufen am
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Link oder QR-Code zum Anfordern von Rezensionen erstellen, abgerufen am
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Rezensionen, abgerufen am
- Google Maps: Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte (gefälschte Interaktionen), abgerufen am




