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Stempelkarte und Stammkunden

Stammkunden benachrichtigen: WhatsApp-Newsletter, Kanal oder Kundenkarte?

Du machst Urlaub, änderst die Öffnungszeiten oder hast eine neue Karte und willst, dass deine Stammkunden es erfahren? Dafür gibt es fünf Wege: einen WhatsApp-Kanal, eine Broadcast-Liste in WhatsApp, einen E-Mail-Newsletter, eine Nachricht über deine digitale Kundenkarte und Instagram. Mit „WhatsApp-Newsletter“ ist meist ein Kanal oder eine Broadcast-Liste gemeint. Egal welcher Weg: Schreib selten und nur, was deinen Kunden nützt.

Das Wichtigste in Kürze

  • WhatsApp-Kanal: Jeder kann folgen, niemand sieht die anderen Follower. Benachrichtigungen sind bei Kanälen aber erst einmal aus.
  • Broadcast-Liste: Deine Nachricht kommt als normale WhatsApp an, bis zu 256 Kontakte je Liste. Sie erreicht aber nur, wer deine Nummer gespeichert hat.
  • E-Mail-Newsletter: Für Werbung per E-Mail verlangt § 7 UWG in der Regel eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Für Bestandskunden gibt es eine enge Ausnahme.
  • Digitale Kundenkarte: Am iPhone erscheint deine Nachricht auf dem Sperrbildschirm. Die Handynummer deiner Kunden brauchst du dafür nicht.
  • Unsere Faustregel: höchstens eine Nachricht pro Woche und nur mit Anlass, etwa Urlaub, geänderte Zeiten oder eine neue Karte.

Welcher Weg erreicht deine Stammkunden am besten?

Der Weg, den deine Kunden selbst gewählt haben. Wer dir freiwillig folgt oder sich anmeldet, liest eher mit als jemand, den du ungefragt anschreibst. Die fünf Wege im Vergleich:

Fünf Wege zu deinen Stammkunden
WegWer es siehtWas du brauchstAufwand
WhatsApp-KanalWer deinem Kanal folgt. Die Meldung steht im Tab „Aktuelles“, nicht bei den Chats.WhatsApp oder WhatsApp Business, dazu Link oder QR-Code des Kanalsgering, aber Kunden müssen selbst folgen
Broadcast-ListeKontakte auf der Liste, die deine Nummer gespeichert haben. Kommt als normale Nachricht im Chat.die Handynummern deiner Kunden und ihr Einverständnismittel: Nummern sammeln und pflegen
E-Mail-NewsletterWer sich angemeldet hat, im Postfacheinen Newsletter-Dienst, eine Einwilligung, einen Weg zum Abmeldenmittel bis hoch: Text, Gestaltung, Anmeldung
Nachricht über die KundenkarteWer deine digitale Karte hat. Am iPhone auf dem Sperrbildschirm.eine digitale Kundenkarte mit Nachrichtengering: ein kurzer Text
InstagramDeine Follower, wenn sie Instagram öffnen und deinen Beitrag sehenein Profil und ein Bild oder Videomittel: jedes Mal ein Bild

Kanal und Instagram eignen sich für alle, die neugierig auf dich sind. Broadcast-Liste und Kundenkarte erreichen die, die schon bei dir waren. Für Stammkunden zählt vor allem der zweite Teil.

Wie funktioniert ein WhatsApp-Kanal für dein Geschäft?

Wie ein Aushang in WhatsApp. Du schreibst Meldungen mit Text, Fotos, Videos oder Links. Deine Follower lesen sie im Tab „Aktuelles“, getrennt von ihren Chats. Antworten können sie nicht. Sie reagieren nur mit Emojis oder stimmen bei Abstimmungen ab.

Benachrichtigungen sind bei Kanälen standardmäßig aus. Deine Follower sehen eine neue Meldung also erst, wenn sie den Tab öffnen. Nur wer die Benachrichtigung für deinen Kanal selbst einschaltet, bekommt sie sofort. Für „Heute geschlossen“ ist ein Kanal deshalb oft zu langsam.

Gut gelöst ist der Datenschutz unter den Followern: Wer deinem Kanal folgt, sieht nicht, wer sonst noch folgt. Name, Telefonnummer und Profilbild der anderen bleiben verborgen. Du als Admin siehst den Profilnamen deiner Follower.

So legst du einen Kanal an:

  1. Erstelle in WhatsApp oder in der WhatsApp Business-App einen Kanal über „Kanal erstellen“.
  2. Gib ihm den Namen deines Ladens, eine kurze Beschreibung und dein Logo als Bild.
  3. Teile den Link oder den QR-Code, der zu deinem Kanal gehört: im Laden, in deiner Instagram-Bio, in deinem Status.
  4. Lade bei Bedarf weitere Admins ein, etwa jemanden aus deinem Team. WhatsApp erlaubt bis zu 16.

Was ist eine Broadcast-Liste und wann passt sie?

Eine gespeicherte Liste von Kontakten, an die du dieselbe Nachricht schickst. Jeder bekommt sie als ganz normale Nachricht von dir im Chat. Antwortet jemand, landet die Antwort nur bei dir. Bis zu 256 Kontakte passen in eine Liste. Listen darfst du beliebig viele anlegen.

Der Haken: Deine Nachricht kommt nur bei Kontakten an, die deine Nummer in ihrem Adressbuch gespeichert haben. Bitte deine Kunden deshalb, dich einzuspeichern. Broadcast-Listen gehen außerdem nur am Handy, nicht in WhatsApp am Computer. Für manche Länder kündigt WhatsApp ein monatliches Limit für Broadcasts an.

Gut passt die Liste für kleine, persönliche Gruppen. Ein Friseur schreibt seinen Stammkunden zum Beispiel: „Morgen um 15 Uhr ist ein Termin frei geworden.“ Wer zuerst antwortet, bekommt ihn.

Dafür brauchst du die Handynummern deiner Kunden. Eine Nummer ist eine persönliche Angabe. Frag deshalb vorher, ob du schreiben darfst. Notier dir, wann jemand Ja gesagt hat.

Was ist beim Newsletter erlaubt?

Werbung per E-Mail in der Regel nur mit Einwilligung. Werbung mit elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG stets als unzumutbare Belästigung. Hol dir die Einwilligung also, bevor du die erste Werbung schickst.

Eine Ausnahme für Bestandskunden kennt § 7 Abs. 3 UWG. Sie gilt nur, wenn alles zusammenkommt:

  1. Du hast die E-Mail-Adresse beim Verkauf einer Ware oder Dienstleistung vom Kunden bekommen.
  2. Du wirbst damit nur für eigene, ähnliche Waren oder Dienstleistungen.
  3. Der Kunde hat nicht widersprochen.
  4. Du weist ihn schon beim Erheben der Adresse und in jeder Nachricht klar darauf hin, dass er jederzeit widersprechen kann. Dafür dürfen ihm keine anderen Kosten entstehen als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen.

Jede Werbe-Nachricht braucht außerdem eine gültige Adresse, an die der Empfänger seine Abmeldung schicken kann. Und wer schreibt, muss erkennbar sein (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG).

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nennt die Einwilligung als eine Grundlage, um Daten zu verarbeiten (Art. 6 Abs. 1 Buchst. a). Wer sich darauf stützt, muss nachweisen können, dass sie vorliegt (Art. 7 Abs. 1). Dein Kunde kann sie jederzeit widerrufen. Das Widerrufen muss so einfach sein wie das Zustimmen (Art. 7 Abs. 3). Für den Nachweis bieten viele Newsletter-Dienste das Double-Opt-in an: Wer sich einträgt, bestätigt das mit einem Klick in einer E-Mail.

Das Gesetz spricht allgemein von „elektronischer Post“. Unsere Empfehlung: Behandle jede Werbung, die du jemandem direkt aufs Handy schickst, wie einen Newsletter. Frag vorher und mach das Abmelden leicht.

Wie erreichst du Stammkunden über die Kundenkarte?

Mit einer kurzen Nachricht, die direkt auf der Karte landet. Hat dein Gast eine Kundenkarte in Apple Wallet, erscheint sie am iPhone als Mitteilung auf dem Sperrbildschirm. Auf der Karte steht sie danach unter „Neuigkeiten“. Der Vorteil: Du erreichst genau die, die schon bei dir waren. Ihre Handynummer brauchst du dafür nicht.

So geht es mit der digitalen Stempelkarte von hallocard:

  • Du schreibst bis zu 150 Zeichen, auf Wunsch mit dem Vornamen des Gastes und einem Link. Eine Vorschau zeigt dir, wie es auf dem Sperrbildschirm aussieht.
  • Du schickst sie an alle oder an eine Gruppe, etwa an alle, die lange nicht da waren. Sofort oder geplant.
  • Drei Nachrichten laufen von selbst: der Geburtstagsgruß, „Wir vermissen dich“ und „Nur noch wenige Stempel bis zur Prämie“. Nach wie vielen Wochen „Wir vermissen dich“ kommt, legst du selbst fest.
  • Ab der dritten Nachricht in einer Woche weist dich hallocard darauf hin.
  • Jeder Gast bestellt Werbung mit einem Tipp ab und behält seine Karte.

Ehrlich gesagt: Mitteilungen auf dem Sperrbildschirm gibt es nur am iPhone. Android-Gäste haben bei hallocard eine Karte im Browser und sehen deine neueste Nachricht, wenn sie die Karte öffnen. Am iPhone kann dein Gast die Mitteilungen in Wallet selbst abschalten. Wie die Karte ins Handy kommt, steht im Ratgeber Kundenkarte in Apple Wallet.

Was wollen Stammkunden wirklich wissen?

Alles, was ihren nächsten Besuch betrifft. Eine gute Nachricht beantwortet „Hast du offen, wenn ich komme?“ oder „Was ist neu für mich?“. Werbung ohne Anlass gehört nicht dazu. Ein paar Beispiele, alle unter 150 Zeichen:

Anlässe und Beispiele für kurze Nachrichten
AnlassBeispiel
UrlaubWir machen Urlaub vom 4. bis 18. August. Ab dem 19. sind wir wieder für dich da.
Neue ÖffnungszeitenAb November haben wir montags zu. Dienstag bis Samstag wie gewohnt ab 8 Uhr.
Heute andersHeute schließen wir schon um 15 Uhr. Morgen sind wir wie immer da.
Neue KarteUnsere Winterkarte ist da: Kürbissuppe, Grünkohl und heißer Apfelpunsch. Hier kannst du reinschauen.
Termin freiMorgen um 15 Uhr ist bei uns ein Termin frei geworden. Ruf einfach an, wenn du ihn willst.
Bald eine PrämieNur noch 2 Stempel bis zu deinem Kaffee aufs Haus.

Unsere Empfehlung: Schreib höchstens einmal pro Woche und lieber seltener. Jede Nachricht braucht einen Grund, den dein Gast sofort versteht. Trag Urlaub und geänderte Zeiten auch bei Google ein, wie im Ratgeber Google-Unternehmensprofil erstellen beschrieben. Für den Aushang an der Tür gibt es eine kostenlose Vorlage im Ratgeber Öffnungszeiten-Schild.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen WhatsApp-Kanal und Broadcast-Liste?

Einem Kanal folgt jeder selbst. Die Meldungen stehen im Tab „Aktuelles“ und niemand kann antworten. Eine Broadcast-Liste schickst du an gespeicherte Kontakte, sie kommt als normale Nachricht im Chat an. Antworten gehen nur an dich. Sie erreicht aber nur Kontakte, die deine Nummer gespeichert haben.

Brauche ich für einen WhatsApp-Kanal WhatsApp Business?

Nein. Einen Kanal erstellst du in WhatsApp und in der WhatsApp Business-App. Zu jedem Kanal gehören ein Link und ein QR-Code, über die deine Kunden ihm folgen. Benachrichtigungen schalten deine Follower selbst ein, sonst sind sie aus.

Darf ich Kunden ohne Einwilligung einen Newsletter schicken?

In der Regel nicht. Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt nach § 7 UWG als unzumutbare Belästigung. Die Ausnahme für Bestandskunden ist eng: Adresse beim Kauf erhalten, Werbung nur für ähnliche eigene Angebote, kein Widerspruch und ein klarer Hinweis auf das Widerspruchsrecht. Das ist keine Rechtsberatung.

Warum kommt meine Broadcast-Nachricht bei manchen nicht an?

Meist hat der Kontakt deine Nummer nicht in seinem Adressbuch gespeichert. Broadcast-Nachrichten erreichen nur Menschen, die dich als Kontakt gespeichert haben. Bitte sie, deine Nummer einzuspeichern. Für manche Länder nennt WhatsApp außerdem ein monatliches Limit für Broadcasts.

Wie oft sollte ich meinen Stammkunden schreiben?

Unsere Empfehlung: höchstens einmal pro Woche und nur mit Anlass, etwa Urlaub, geänderte Zeiten oder eine neue Karte. hallocard weist dich ab der dritten Nachricht in einer Woche darauf hin. Jeder Gast kann Werbung mit einem Tipp abbestellen.

Sehen meine Kunden, wer sonst noch meinem Kanal folgt?

Nein. Wer einen Kanal ansieht, sieht nicht, wer ihm sonst noch folgt, auch keine Namen oder Telefonnummern. Als Admin siehst du den Profilnamen deiner Follower, je nach ihren Einstellungen auch das Profilbild bei Reaktionen.

Quellen

  1. WhatsApp-Hilfebereich: Informationen zu WhatsApp-Kanälen, abgerufen am
  2. WhatsApp-Hilfebereich: WhatsApp-Kanal erstellen, abgerufen am
  3. WhatsApp-Hilfebereich: Broadcast-Listen verwenden, abgerufen am
  4. Gesetze im Internet: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), § 7, abgerufen am
  5. EUR-Lex: Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 6 und 7, abgerufen am
Mutlu Mazici

Über den Autor

Mutlu Mazici · Gründer von hallocard

Ich bin Mutlu Mazici, Gründer von hallocard. Beim Kennenlernen sprichst du direkt mit mir.

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