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Für Salon und Studio

Werbung für Friseur und Kosmetikstudio: 7 Wege in der richtigen Reihenfolge

Du suchst Werbung für deinen Friseursalon oder dein Kosmetikstudio, die wenig Geld kostet? Fang dort an, wo neue Kunden suchen: bei Google. Danach kommen Bewertungen, Instagram mit deinen eigenen Arbeiten und deine Stammkunden. Flyer und bezahlte Anzeigen stehen am Ende. Die ersten vier Schritte kosten nur Zeit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Reihenfolge: Google-Profil, Bewertungen, Instagram, Stammkunden, Empfehlungen, Schaufenster und Flyer, zuletzt bezahlte Anzeigen.
  • Im Google-Unternehmensprofil zeigst du mit „Beiträge“ Neuigkeiten und Angebote, kostenlos.
  • Fotos von Kundinnen zeigst du nur mit ihrer Einwilligung (§ 22 KUG). Für Werbung per E-Mail brauchst du sie in der Regel auch (§ 7 UWG).
  • Unsere Empfehlung: Steck dein Geld in Stammkunden, nicht in Rabatte für Neukunden.

Welche Werbung lohnt sich für einen Friseur zuerst?

Die Werbung, die Kunden dort abholt, wo sie nach dir suchen. Ende 2025 waren in Deutschland 80.118 Friseursalons in die Handwerksrolle eingetragen, meldet der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks. Bei so vielen Salons gewinnt, wer leicht zu finden ist und gute Bewertungen hat.

Werbung für Friseur und Kosmetikstudio in sieben Schritten
SchrittWas du tustKosten
1. Google-ProfilLeistungen, Fotos, Öffnungszeiten und Beiträge pflegenkostenlos
2. BewertungenJede Kundin um eine Bewertung bitten, mit QR-Code an der Thekekostenlos
3. InstagramEigene Arbeiten zeigen, Link zu Preisen und Buchung in der Biokostenlos
4. StammkundenDaran erinnern, wann der nächste Termin fällig istkostenlos
5. EmpfehlungenStammkunden bitten, eine Freundin mitzubringeneine kleine Zugabe
6. Schaufenster und FlyerPreise gut lesbar zeigen, Flyer bei Nachbarn auslegenDruckkosten
7. Bezahlte AnzeigenErst, wenn die Schritte 1 bis 6 laufennach deinem Budget

Für Kosmetik- und Nagelstudios gilt dieselbe Reihenfolge.

Wie wirbst du mit Google und Bewertungen für deinen Salon?

Mit einem vollständigen Google-Unternehmensprofil. Trag deine Leistungen ein, lade Fotos von Salon und Team hoch und halte die Öffnungszeiten aktuell. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Google-Unternehmensprofil erstellen.

Für Neuigkeiten gibt es im Profil die Beiträge. Laut Google-Hilfe wählst du „Beiträge“ und dann „Beitrag hinzufügen“. Es gibt drei Arten: „Aktuelles“, „Angebot“ und „Veranstaltung“. Beiträge lassen sich planen und mit „Wiederholungen“ regelmäßig veröffentlichen.

Danach kommen Bewertungen. Bitte jede Kundin darum, am besten mit einem QR-Code an der Theke. Belohnungen für Bewertungen erlaubt Google nicht. Erlaubte Wege stehen im Ratgeber Mehr Google-Bewertungen bekommen.

Was zeigst du als Friseur oder Kosmetikstudio auf Instagram?

Deine Arbeit. Ein Vorher-nachher-Foto einer Balayage oder ein kurzes Video vom Föhnen sagt mehr als jeder Werbespruch. Zeig auch dich und dein Team.

Fotos, auf denen eine Kundin zu erkennen ist, zeigst du nur mit ihrer Einwilligung. So steht es in § 22 des Kunsturhebergesetzes (KUG). Frag vorher und notier dir das Ja. Unsere Empfehlung: Frag auch, wenn nur der Hinterkopf zu sehen ist.

In die Bio gehört ein Link zu einer Seite mit deinen Preisen und einem Button zur Buchung. Was auf eine Preisliste gehört, steht im Ratgeber Preisliste für den Salon. Was hallocard für Salons kann, zeigen die Seiten für Friseure und für Kosmetik- und Nagelstudios.

Wie machst du aus Stammkunden Werbung für deinen Salon?

Indem sie wiederkommen und von dir erzählen. Eine Kundin, die alle sechs Wochen kommt, bringt dir mehr als ein Neukunde mit Rabatt, der danach nie wiederkommt. Mach deshalb keine Rabattschlacht für Neukunden. Belohne die, die wiederkommen.

  • Eine Stempelkarte gibt einen Grund zum Wiederkommen, etwa eine Pflege-Kur nach zehn Besuchen.
  • Eine kurze Nachricht erinnert an den nächsten Termin, wenn jemand länger nicht da war.
  • Bitte Stammkunden, eine Freundin mitzubringen. Beide bekommen eine kleine Zugabe, etwa eine Kopfmassage.

Für Nachrichten gilt: Werbung mit elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG stets als unzumutbare Belästigung. Für Bestandskunden gibt es eine enge Ausnahme (§ 7 Abs. 3 UWG). Frag deshalb vorher, ob du per WhatsApp, SMS oder E-Mail schreiben darfst. Die Wege zu deinen Stammkunden vergleicht der Ratgeber Stammkunden benachrichtigen.

Lohnen sich Flyer und Anzeigen für einen Friseur?

Flyer lohnen sich, wenn sie gezielt liegen. Leg sie bei Nachbarn aus, die dieselben Kunden haben: im Café nebenan, in der Boutique, im Fitnessstudio. Im Gegenzug liegen deren Karten an deiner Theke.

Auf den Flyer gehören Name, Adresse, Öffnungszeiten, drei bis fünf Leistungen mit Endpreis und ein QR-Code zu deiner Seite mit Preisen und Buchung. Klebt an einem Briefkasten „Bitte keine Werbung“, ist erkennbar, dass dort niemand Werbung will. Dann wirfst du nichts ein (§ 7 Abs. 1 UWG).

Dein Schaufenster wirbt jeden Tag. Hast du eins, hängt dort ohnehin deine Preisliste (§ 12 PAngV). Halte sie sauber und gut lesbar.

Bezahlte Anzeigen bei Instagram oder Google kommen zuletzt. Sind Profil, Bewertungen und Fotos noch dünn, zahlst du für Besuche, aus denen kein Termin wird.

Häufige Fragen

Was kostet Werbung für einen Friseur?

Die ersten Schritte kosten nur Zeit: Google-Unternehmensprofil, Bewertungen, Instagram und Nachrichten an Stammkunden. Geld kosten bezahlte Anzeigen und Druck, etwa für Flyer und Aufsteller.

Welche Aktionen passen für einen Friseursalon?

Aktionen mit Anlass: ein Geschenk zum Geburtstag, eine Prämie nach einigen Besuchen, ein kurzfristig frei gewordener Termin oder eine Zugabe für Kunden, die eine Freundin mitbringen. Dauerrabatte für Neukunden belohnen die Falschen.

Darf ich Fotos meiner Kundinnen auf Instagram zeigen?

Ja, mit ihrer Einwilligung. Nach § 22 KUG dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Frag vorher und notier dir das Ja. Das ist keine Rechtsberatung.

Darf ich Kunden per WhatsApp Angebote schicken?

Am besten nur, wenn sie zugestimmt haben. Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt nach § 7 UWG als unzumutbare Belästigung. Unsere Empfehlung: Behandle WhatsApp und SMS wie E-Mail. Das ist keine Rechtsberatung.

Was gehört auf einen Flyer für Friseur oder Kosmetikstudio?

Name, Adresse und Öffnungszeiten, drei bis fünf beliebte Leistungen mit Endpreis und ein QR-Code zu deiner Seite mit allen Preisen und der Buchung. Dazu ein Grund, jetzt zu kommen, etwa ein neues Angebot.

Quellen

  1. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Beiträge in Ihrem Unternehmensprofil erstellen und verwalten, abgerufen am
  2. Gesetze im Internet: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), § 7, abgerufen am
  3. Gesetze im Internet: Kunsturhebergesetz (KUG), § 22, abgerufen am
  4. Gesetze im Internet: Preisangabenverordnung (PAngV), § 12, abgerufen am
  5. Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks: Die wirtschaftliche Lage des Friseurhandwerks (Pressemitteilung, 2026), abgerufen am
Mutlu Mazici

Über den Autor

Mutlu Mazici · Gründer von hallocard

Ich bin Mutlu Mazici, Gründer von hallocard. Beim Kennenlernen sprichst du direkt mit mir.

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