PDF-Speisekarte per QR-Code: so geht es und was Gäste daran stört
Du hast deine Speisekarte als PDF und willst sie per QR-Code aufs Handy deiner Gäste bringen? Das geht in sechs Schritten: PDF prüfen, verkleinern, so ablegen, dass der Link bleibt, QR-Code erstellen, testen, aufstellen. Für den Anfang ist eine PDF-Speisekarte in Ordnung. Am Handy müssen Gäste aber zoomen. Und jeder neue Preis heißt: Datei austauschen.
Das Wichtigste in Kürze
- Entscheidend ist der Link, nicht der Code. Ändert sich der Link beim Austauschen des PDFs, führt dein gedruckter Code ins Leere.
- Mach das PDF vorher klein, vor allem die Fotos. Dann lädt es auch bei schwachem Netz.
- Ein fester QR-Code enthält deinen Link selbst und läuft nicht ab. Ein dynamischer führt über die Adresse eines Anbieters und hängt an ihm.
- Am Handy ist ein PDF mühsam: kleine Schrift, Zoomen, die Legende ganz am Ende und nur eine Sprache.
- Gedruckte Preise brauchst du trotzdem. Die PAngV erwähnt QR-Codes nicht und verlangt einen Aushang neben dem Eingang (§ 13 Abs. 2).
Wie bringe ich meine PDF-Speisekarte hinter einen QR-Code?
In sechs Schritten. Der QR-Code enthält nur einen Link, nie die Datei selbst. Deshalb ist die wichtigste Frage, wo dein PDF liegt und ob sein Link gleich bleibt.
- PDF prüfen: Stimmen Preise, Allergene und Legende? Gib der Datei einen schlichten Namen ohne Datum, etwa „speisekarte.pdf“.
- PDF verkleinern: Große Fotos machen eine Datei schwer. Am Mac öffnest du das PDF in der Vorschau, wählst „Ablage“ und „Exportieren“ und im Menü „Quartz-Filter“ die Option „Dateigröße reduzieren“. In Excel und PowerPoint wählst du beim Speichern als PDF „Mindestgröße (Onlineveröffentlichung)“.
- Ablegen, wo der Link bleibt: auf deiner eigenen Website oder in einem Cloud-Speicher, freigegeben für alle mit dem Link. Wie du die Datei später austauschst, ohne dass sich der Link ändert, steht im nächsten Abschnitt.
- QR-Code erstellen: Kopier den Link und mach daraus mit einem kostenlosen Generator einen festen, also statischen QR-Code. Lade ihn als Bild in guter Auflösung herunter.
- Testen: Scanne den Code mit einem iPhone und einem Android-Handy, einmal ohne WLAN. Lädt die Karte am Tisch in ein paar Sekunden? Kannst du die Preise lesen?
- Aufstellen: Druck den Code mit einem kurzen Satz darüber, etwa „Speisekarte scannen“. Er gehört auf den Tisch, an die Tür und an die Theke.
Wie groß du den Code druckst und wie viel Rand er braucht, steht im Ratgeber QR-Code für Google-Bewertungen. Dort steht auch, warum du ab und zu prüfst, ob ein fremder Aufkleber über deinem Code klebt. Soll auf dem Tisch auch ein Code fürs Gäste-WLAN stehen, erstellst du ihn mit unserem kostenlosen WLAN-QR-Code.
Wie tausche ich das PDF aus, ohne dass der QR-Code kaputtgeht?
Indem du die Datei ersetzt, statt eine neue hochzuladen. Eine neu hochgeladene Datei bekommt meist einen neuen Link. Dein gedruckter Code zeigt dann weiter auf die alte Karte oder ins Leere.
| Wo das PDF liegt | So tauschst du es aus | Darauf achten |
|---|---|---|
| Eigene Website | Neue Datei mit genau demselben Namen an dieselbe Stelle laden | Manche Baukästen hängen dann eine Zahl an, etwa „speisekarte-1.pdf“. Alten Link danach testen. |
| Google Drive | Am Computer die Datei anklicken, im Menü „Versionen verwalten“ wählen, dann „Neue Version hochladen“ | Keine zweite Datei hochladen. Die hätte einen eigenen Link. |
| QR-Code-Dienst mit PDF-Upload | Neue Datei im Konto des Dienstes hochladen | Der Code hängt am Dienst. Vorher klären, was nach einer Testphase oder Kündigung passiert. |
Nach jedem Austausch scannst du deinen gedruckten Code einmal selbst. Schau dir dabei einen Preis an, den du geändert hast. Steht dort der neue, ist alles richtig.
Fester oder dynamischer QR-Code: Was passt zur PDF-Speisekarte?
Ein fester Code reicht, solange der Link deines PDFs gleich bleibt. Er heißt auch statischer Code und enthält deinen Link direkt. Er läuft nicht ab und kostet nichts. Ein dynamischer Code enthält die Adresse eines Anbieters, die zu deinem PDF weiterleitet. Dort änderst du das Ziel, ohne neu zu drucken.
| Fester QR-Code | Dynamischer QR-Code | |
|---|---|---|
| Was drinsteht | Dein Link | Die Adresse eines Anbieters, die weiterleitet |
| Neues PDF | Nur ohne neuen Link, siehe oben | Ziel im Konto des Anbieters ändern |
| Kosten | Kostenlos | Je nach Anbieter einmalig oder im Abo |
| Wenn der Anbieter nicht mehr weiterleitet | Betrifft dich nicht | Der Code führt ins Leere |
Der Haken am dynamischen Code: Er funktioniert nur, solange der Anbieter weiterleitet. Endet eine Testphase oder kündigst du, kann dein gedruckter Code ins Leere führen. Frag deshalb vor dem Kauf, was dann mit dem Code passiert. Mehr dazu im Ratgeber Dynamischer QR-Code.
Was stört Gäste an einer PDF-Speisekarte?
Ein PDF ist für Papier gemacht, nicht fürs Handy. Daraus folgt fast alles, was Gäste daran nervt:
- Zoomen und Schieben: Eine A4-Seite ist 21 Zentimeter breit, ein Handy-Bildschirm nur etwa ein Drittel davon. Der Gast zieht die Seite groß und schiebt sie Zeile für Zeile hin und her.
- Ladezeit: Ein PDF mit großen Fotos lädt bei schwachem Netz lange. Bis es da ist, wartet der Service am Tisch.
- Veraltete Preise: Steht im PDF noch der alte Preis, merkt der Gast es erst auf der Rechnung.
- Gericht aus: Was die Küche nicht mehr hat, steht im PDF weiter drin.
- Nur eine Sprache: Ein Gast aus dem Ausland übersetzt Bildschirmfotos mit einer App. Wie es besser geht, zeigt der Ratgeber Speisekarte übersetzen.
- Allergene schwer zu finden: Die Legende steht oft auf der letzten Seite. Der Gast scrollt zwischen Gericht und Legende hin und her.
Zu den Allergenen kommt eine Regel dazu: Stellst du sie nur elektronisch bereit, muss beim Gericht oder auf einem Aushang stehen, wie der Gast sie bekommt (§ 4 Abs. 3 LMIDV). Mehr dazu im Ratgeber Allergene auf der Speisekarte.
Wann reicht eine PDF-Speisekarte und wann nicht?
Ein PDF reicht, wenn sich deine Karte selten ändert, auf ein oder zwei Seiten passt und deine Gäste meist Deutsch sprechen. Unsere Faustregel: Tauschst du das PDF öfter als einmal im Monat aus, lohnt sich eine Karte fürs Handy.
| PDF hinter QR-Code | Digitale Speisekarte | |
|---|---|---|
| Neuer Preis | Datei ändern, neu hochladen, Link prüfen | Im Konto ändern, der Gast sieht ihn beim nächsten Öffnen |
| Gericht aus | Bleibt sichtbar bis zur neuen Datei | Ausblenden und später wieder einblenden |
| Lesen am Handy | Zoomen und schieben | Passt sich dem Bildschirm an |
| Sprachen | Eine Datei je Sprache | Je nach Anbieter umschaltbar |
| Allergene | Legende am Ende | Beim Gericht, je nach Anbieter mit Filter |
| Kosten | Kostenlos, wenn du Speicherplatz hast | Je nach Anbieter |
| Gäste ohne Handy | Brauchen eine Karte auf Papier | Brauchen eine Karte auf Papier |
Für ein kleines Café mit zwölf Gerichten und festen Preisen ist das PDF hinter dem QR-Code eine gute Lösung. Für ein Restaurant mit Mittagskarte, Saisongerichten und Gästen aus dem Ausland wird es schnell mühsam.
Dein PDF ist beim Wechsel nicht verloren. Für eine digitale Speisekarte mit hallocard lädst du es hoch. Eine KI liest Gerichte, Preise, Extras und die aufgedruckten Allergene. Du prüfst alles, bevor es gespeichert wird.
Brauche ich trotz QR-Code eine Speisekarte auf Papier?
Ja, plan sie fest ein. Die Preisangabenverordnung (PAngV) erwähnt QR-Codes nicht. Nach § 13 Abs. 2 hängen die Preisverzeichnisse gut lesbar aus, liegen auf den Tischen oder werden jedem Gast vor der Bestellung vorgelegt. Neben dem Eingang hängt ein Preisverzeichnis mit den wesentlichen Speisen und Getränken.
Für die Praxis heißt das: ein paar gedruckte Karten für Gäste ohne Handy und ein Aushang am Eingang. Dafür druckst du dein PDF aus. Die Preise darauf sind Endpreise mit Bedienungsgeld und allen Zuschlägen (§ 13 Abs. 5 PAngV). Und sie stimmen mit dem PDF hinter dem Code überein.
Nach § 13 PAngV und § 4 LMIDV. Das ist keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Wie mache ich aus einem PDF einen QR-Code?
Leg das PDF online ab, etwa auf deiner Website oder in einem Cloud-Speicher. Dann kopierst du den Link. Aus dem Link erstellt ein QR-Code-Generator ein Bild zum Drucken. Der Code enthält nur den Link, nie die Datei selbst.
Ist ein QR-Code für eine PDF-Speisekarte kostenlos?
Ein fester Code ja. Ihn erzeugt jeder kostenlose Generator und er läuft nicht ab. Kosten entstehen meist erst beim dynamischen Code, dessen Ziel du später änderst. Lies dort vor dem Kauf, was nach einer Kündigung mit dem Code passiert.
Warum funktioniert mein QR-Code zur Speisekarte nicht mehr?
Ein fester Code altert nicht. Geändert hat sich der Link dahinter: Das PDF wurde als neue Datei hochgeladen, verschoben oder gelöscht. Bei einem dynamischen Code leitet der Anbieter vielleicht nicht mehr weiter, etwa nach einer Testphase.
Wie groß darf eine PDF-Speisekarte sein?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Je kleiner die Datei, desto schneller lädt sie am Handy. Verkleinere vor allem die Fotos und teste die Karte am Handy ohne WLAN. Am Mac geht das in der Vorschau über „Exportieren“ und den Filter „Dateigröße reduzieren“.
Darf ich die Speisekarte nur per QR-Code anbieten?
Die PAngV erwähnt QR-Codes nicht. Sie verlangt Preisverzeichnisse, die aushängen, auf den Tischen liegen oder vor der Bestellung vorgelegt werden, dazu einen Aushang neben dem Eingang (§ 13 Abs. 2). Halte deshalb gedruckte Karten bereit.
Kann ich mein PDF in eine digitale Speisekarte umwandeln?
Ja, mit hallocard. Du lädst das PDF hoch oder fotografierst deine Karte. Eine KI liest Gerichte, Preise, Extras und die aufgedruckten Allergene. Du prüfst alles, bevor es gespeichert wird.
Quellen
- Gesetze im Internet: Preisangabenverordnung (PAngV), § 13, abgerufen am
- Gesetze im Internet: Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung (LMIDV), § 4, abgerufen am
- Apple Support: Größe einer PDF-Datei in der Vorschau auf dem Mac reduzieren, abgerufen am
- Microsoft Support: Speichern oder Konvertieren in PDF in Office-Desktop-Apps, abgerufen am
- Google Drive-Hilfe: Aktivitäten und Dateiversionen prüfen, abgerufen am




