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Für Café und Restaurant

Restaurant-Marketing für kleine Lokale: Was zuerst kommt und was warten kann

Du führst ein kleines Restaurant oder Café, hast wenig Zeit und kein Geld für eine Agentur? Dann mach Restaurant-Marketing in dieser Reihenfolge: zuerst dein Google-Profil, dann Bewertungen, dann eine Speisekarte, die man am Handy lesen kann, dann deine Stammgäste. Instagram kommt erst danach. Die ersten Schritte kosten vor allem Zeit am Anfang, kaum Geld.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erst Google, dann Instagram. Bei Google Maps entscheidet dein Profil, ob Gäste in der Nähe dich finden.
  • Google ordnet lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Einen besseren Platz kannst du laut Google nicht kaufen.
  • Bewertungen bekommst du, wenn du jeden Gast fragst und es ihm leicht machst, etwa mit einem QR-Code am Tisch. Belohnungen dafür verbietet Google.
  • Kümmere dich zuerst um die Gäste, die schon da waren. Eine Stempelkarte und eine kurze Nachricht zum richtigen Anlass laden sie zum Wiederkommen ein.
  • Instagram lohnt sich, wenn du regelmäßig zeigst, was es heute gibt. Schaffst du das nicht, pflege lieber dein Google-Profil.

Womit fängt Restaurant-Marketing an?

Mit deinem Google-Profil. Dort sehen Gäste deine Öffnungszeiten, den Weg und Fotos, oft bevor sie zum ersten Mal kommen. Erst wenn das stimmt, lohnt sich alles Weitere. Diese Reihenfolge empfehlen wir für kleine Lokale:

Restaurant-Marketing in acht Schritten
SchrittWas du tustAufwand
1. Google-ProfilKategorie, Öffnungszeiten, Fotos, Telefon und einen Link zu deiner Karte eintragen und aktuell halteneinmal ein paar Stunden, dann bei jeder Änderung
2. BewertungenJeden Gast fragen, einen QR-Code an Tisch oder Kasse stellen, jede Bewertung beantwortenein paar Minuten am Tag
3. Speisekarte im NetzGerichte, Preise und Allergene so online stellen, dass man sie am Handy ohne Zoomen liesteinmal einrichten, dann bei neuen Preisen
4. Ein Link für allesEine Seite mit Karte, Zeiten, Adresse und Kontakt, verlinkt bei Google und in der Instagram-Bioeinmal einrichten
5. Stammgäste bindenEine Stempelkarte mit einer Prämie, die Gäste wirklich wollengering, wenn das Stempeln schnell geht
6. Stammgäste informierenKurze Nachrichten zu Urlaub, neuer Karte oder geänderten Zeiten, nur an Gäste, die zugestimmt habenein paar Minuten je Nachricht
7. InstagramRegelmäßig zeigen, was es heute gibt: Tagesgericht, Kuchen, ein Blick in die Küchelaufend, am besten zu festen Zeiten
8. NachbarschaftMit Läden in der Nähe zusammenarbeiten, Büros im Viertel ansprechen, bei Straßenfesten dabei seinnach Zeit und Lust

Unsere Empfehlung: Bezahlte Anzeigen, TikTok oder eine eigene App kommen erst, wenn die ersten fünf Schritte sitzen. Wer eine Anzeige sieht und dich danach sucht, soll ein gepflegtes Profil mit aktuellen Zeiten finden.

Wie bringt dich dein Google-Profil nach vorn?

Mit vollständigen und aktuellen Angaben. Google ordnet lokale Suchergebnisse nach drei Dingen: Relevanz (passt dein Profil zur Suche?), Entfernung (wie weit ist der Suchende weg?) und Bekanntheit (wie bekannt ist dein Lokal, etwa durch Links und Bewertungen?). Einen besseren Platz kannst du laut Google nicht kaufen, auch nicht gegen Bezahlung.

Die Entfernung änderst du nicht. Relevanz und Bekanntheit schon. Google nennt in seiner Hilfe diese Tipps:

  • Das Profil bestätigen. So weiß Google, dass du den Betrieb vertreten darfst.
  • Adresse, Öffnungszeiten mit Sonderöffnungszeiten, Kategorie und Merkmale wie WLAN oder Parkplätze eintragen.
  • Auf Rezensionen antworten.
  • Fotos und Videos hinzufügen.

Für ein Café heißt das konkret: die Kategorie „Café“ wählen, ein Foto vom Eingang hochladen und Feiertage vorher als besondere Öffnungszeiten eintragen. Am Foto vom Eingang erkennen Gäste dich von der Straße aus. Wie du das Profil anlegst, steht im Ratgeber Google-Unternehmensprofil erstellen. Was sonst noch zählt, zeigt die Checkliste im Ratgeber Bei Google Maps gefunden werden.

Wie bekommt ein Restaurant mehr Google-Bewertungen?

Indem du jeden Gast fragst und es ihm leicht machst. Ein Satz beim Bezahlen reicht: „Wenn es dir geschmeckt hat, freuen wir uns über eine ehrliche Bewertung bei Google.“ Daneben steht ein QR-Code, der direkt zum Bewertungsformular führt. Den Code erstellst du kostenlos mit unserem Werkzeug für Google-Bewertungen.

Zwei Regeln von Google gelten immer: keine Belohnung und keine Auswahl. Ein Gratis-Espresso für eine Bewertung ist verboten. Genauso verboten ist es, nur die zufriedenen Gäste zu fragen. Alle Einzelheiten stehen im Ratgeber Mehr Google-Bewertungen bekommen.

Antworte auf jede Bewertung, auch auf die guten. Google nennt das Antworten selbst als Tipp. Bei Kritik gilt: kurz danken, sachlich bleiben, keine Angaben zum Besuch des Gastes. Wie das klingt, zeigt der Ratgeber Auf Google-Bewertungen antworten.

Wo sollen Gäste deine Speisekarte finden?

Dort, wo sie dich ohnehin suchen: im Google-Profil, in deiner Instagram-Bio und am Tisch per QR-Code. Stell deine Karte so ins Netz, dass man sie am Handy ohne Zoomen lesen kann. Mit Preisen, sonst fragt sich der Gast, ob er sich den Besuch leisten will.

Ein PDF der Papierkarte ist für den Anfang besser als nichts. Am Handy müssen Gäste aber zoomen. Jeder neue Preis heißt: Datei austauschen. Wann das reicht und wann nicht, steht im Ratgeber PDF-Speisekarte per QR-Code.

Für Instagram brauchst du einen Link, hinter dem alles steht: Karte, Öffnungszeiten, Adresse, Telefon und der Weg zur Reservierung. Wie so eine Seite aussieht, zeigt der Ratgeber Link in Bio. Ob dein Profil ein Impressum braucht, klärt der Ratgeber Impressum bei Instagram.

Bei hallocard liegen Speisekarte, Stempelkarte und dieser eine Link, die Mini-Website, in einem Konto. Wie das für Cafés und Restaurants aussieht, zeigt die Seite hallocard für Gastronomie.

Wie machst du aus Gästen Stammgäste?

Mit einem Grund zum Wiederkommen und einem direkten Draht. Der Klassiker ist die Stempelkarte: zehn Kaffees, der elfte aufs Haus. Zwei Dinge zählen dabei: eine Prämie mit echtem Wert für deine Gäste und ein Stempel in wenigen Sekunden. Wie viele Felder und welche Prämie passen, steht im Ratgeber Stempelkarte erstellen. Weitere Ideen mit wenig Aufwand sammelt der Ratgeber Kundenbindung.

Der direkte Draht ist die zweite Hälfte. Ein Café führt montags einen Ruhetag ein, ein Restaurant hat eine neue Herbstkarte: Das sollen die Stammgäste erfahren, bevor sie vor verschlossener Tür stehen. Dafür eignen sich ein WhatsApp-Kanal, eine Nachricht über die digitale Kundenkarte oder ein Aushang an der Tür. Die Wege im Vergleich zeigt der Ratgeber Stammkunden benachrichtigen.

Frag deine Gäste, bevor du ihnen Werbung schickst. Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG als unzumutbare Belästigung. Behandle Werbung per WhatsApp oder SMS genauso.

Lohnt sich Instagram für ein kleines Restaurant?

Ja, wenn du es regelmäßig pflegst. Ein Profil mit einem letzten Beitrag von vor einem halben Jahr wirkt wie ein geschlossenes Lokal. Lieber drei echte Fotos pro Woche als ein großer Plan, den du nach zwei Wochen aufgibst.

Ideen, die wenig Zeit kosten:

  • Das Tagesgericht oder der Kuchen des Tages, morgens mit dem Handy fotografiert.
  • Ein kurzer Blick in die Küche, wenn etwas frisch aus dem Ofen kommt.
  • Neue Gerichte, die Saisonkarte, Urlaub und geänderte Öffnungszeiten.
  • Dein Team, wenn alle damit einverstanden sind.

Antworte auf Kommentare und Nachrichten wie auf einen Gast am Tresen. Gekaufte Follower kommen nicht essen. TikTok lohnt sich, wenn dir kurze Videos Spaß machen. Pflicht ist es nicht. Wichtiger bleibt der Link in deiner Bio, hinter dem Karte, Zeiten und Adresse stehen.

Häufige Fragen

Was gehört zum Restaurant-Marketing?

Alles, was Gäste zu dir bringt und sie wiederkommen lässt: dein Google-Profil, Bewertungen, eine Speisekarte im Netz, Instagram, Aktionen in der Nachbarschaft und alles für Stammgäste wie eine Stempelkarte. Für kleine Lokale zählt vor allem die Reihenfolge, nicht die Menge.

Wie viel Zeit brauche ich für Marketing in der Gastronomie?

Unsere Empfehlung: am Anfang ein Nachmittag für Google-Profil, Speisekarte und einen Link für Instagram. Danach eine feste halbe Stunde pro Woche für Bewertungen, Antworten und ein paar Fotos. Wichtiger als viel Zeit ist, dass du dranbleibst.

Lohnen sich Flyer für ein Restaurant?

Für eine Eröffnung oder einen neuen Mittagstisch können sie sich lohnen, vor allem bei Büros und Nachbarn in der Nähe. Druck auf jeden Flyer einen QR-Code zu deiner Karte. Für Stammgäste ist eine Stempelkarte der direktere Weg.

Kann ich für einen besseren Platz bei Google bezahlen?

Für die lokalen Suchergebnisse nicht. Laut Google lässt sich ein besseres Ranking nicht kaufen. Es hängt von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit ab. Vollständige Angaben, Fotos und Antworten auf Bewertungen helfen dir dabei.

Darf ich Gästen Werbung per WhatsApp oder E-Mail schicken?

Nur mit ihrer Zustimmung. Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt nach § 7 UWG als unzumutbare Belästigung. Für WhatsApp empfehlen wir dasselbe: vorher fragen und das Abmelden leicht machen. Das ist keine Rechtsberatung.

Brauche ich als Restaurant eine eigene App?

Nein. Für Speisekarte, Stempelkarte und Kontakt braucht dein Gast keine App. Sie öffnen sich im Browser oder liegen in der Wallet des iPhones. Eine eigene App lohnt sich eher für große Ketten.

Quellen

  1. Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern, abgerufen am
  2. Gesetze im Internet: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), § 7, abgerufen am
Mutlu Mazici

Über den Autor

Mutlu Mazici · Gründer von hallocard

Ich bin Mutlu Mazici, Gründer von hallocard. Beim Kennenlernen sprichst du direkt mit mir.

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